Ein Märchen nach den Gebrüdern Grimm
Schneeflocken wirbeln umher, federweiß und
leicht.
Mittendrin - ein fröhlich-fleißig Kind.
Angsterfüllt war es in den Brunnen gesprungen, seiner Spule hinterher.
Es landete in einem grünen Garten, fand sich wieder, schlafend,
im Blütenmeer.
Doch der Bäckersofen raucht und qualmt und von drinnen tönt
es laut: „Hol uns hier raus!“ Auch das Apfelbäumchen
nebenan krümmt sich unter seiner süßen Pracht und fleht
das Mädchen an: „Schüttle mich, schüttle mich!“
Flugs holt es die Brote aus dem Ofen und befreit das Bäumchen von
seiner reifen Last. Wohl sieht Frau Holle seinen Fleiß und nimmt
das Mädchen in ihre Dienste. Ein gutes Leben wird ihm zuteil. Es
schüttelt die Betten, dass die Federn fliegen und es auf Erden
schneit.
Doch, ach, Heimweh plagt das arme Kind und es will nach Haus geschwind.
So steht es unterm Tore und sagt Ade, da regnet es Gold - und nicht
zu kapp - als Dank. Reich beschenkt kehrt das Mädchen zur Stiefmutter
zurück.
Nun soll dasselbe Glück auch der Schwester wiederfahren. Faul und
widerspenstig wie sie ist wird Frau Holle sie schon recht entlohnen!
Eine Produktion des
Theater Frankfurt
Spieler
N. Exner,
D. Heinz,
C. Hohmuth
Text / Regie:
F. Radüg
Musik:
M. Kessler
Technik:
H. Voigt
Dauer:
60 min
Premiere:
13. Februar 2005